Glossar: Begriffe rund ums Schreiben

Kurze, klare Definitionen für Begriffe, die beim Schreiben von Hausarbeit, Bewerbung, E-Mail oder Webtext auftauchen – jeweils mit Link zum passenden Werkzeug oder Ratgeber.

Zusammenfassung

Dieses Glossar erklärt 30 Begriffe, die beim Schreiben auf Deutsch am häufigsten nachgeschlagen werden: von Paraphrase, Plagiat und Zitierstil über das Amtliche Regelwerk, Duden und DWDS, Kommasetzung und Getrennt- und Zusammenschreibung bis zu Nominalstil, Stilmitteln, Lesbarkeit und KI-Detektoren. Jede Definition umfasst 40 bis 58 Wörter, nennt deutsche Beispiele, verweist auf die maßgebliche Autorität und führt zum passenden AdeptWrite-Werkzeug oder Ratgeber.

Abstract Kurzfassung

Die Kurzfassung einer wissenschaftlichen Arbeit, meist 150 bis 250 Wörter, mit Fragestellung, Methode, wichtigsten Ergebnissen und Schlussfolgerung. Es wird nach der Fertigstellung geschrieben, kommt ohne Zitate aus und steht vor dem Haupttext. Leserinnen und Suchmaschinen entscheiden anhand des Abstracts, ob sich die Arbeit zu lesen lohnt.

Aktiv und Passiv

Im Aktiv handelt das Subjekt („Die Redaktion prüft den Text“), im Passiv erleidet es die Handlung („Der Text wird geprüft“). Das Vorgangspassiv bildet man mit „werden“ und Partizip II. Das Passiv passt, wenn der Handelnde unwichtig ist, wirkt aber in Fließtexten schnell umständlich. Mehr dazu im Ratgeber Aktiv und Passiv.

Amtliches Regelwerk Rat für deutsche Rechtschreibung

Die verbindliche Sammlung der deutschen Rechtschreibregeln samt Wörterverzeichnis, herausgegeben vom Rat für deutsche Rechtschreibung. Das Gremium besteht seit 2004 und vertritt Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein. Für Schulen und Behörden ist das Regelwerk maßgeblich; Wörterbücher wie der Duden bilden es ab und erläutern es.

Direktes Zitat wörtliches Zitat

Die unveränderte Übernahme fremder Worte, gekennzeichnet durch Anführungszeichen („…“) und einen Beleg mit Seitenzahl. Längere Zitate werden oft eingerückt. Zitieren Sie wörtlich nur, wenn der Wortlaut zählt, etwa bei einer Definition oder einem Gesetzestext; sonst ist eine belegte Paraphrase besser lesbar und zeigt eigenes Verständnis.

Duden und DWDS

Zwei Nachschlagewerke für die Schreibung: Der Duden ist das bekannteste gedruckte und digitale Rechtschreibwörterbuch. Das DWDS, das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, zeigt Bedeutungen, Häufigkeiten und Belege aus Textsammlungen. Verbindlich bleibt das Amtliche Regelwerk, an dem sich beide orientieren.

Eigenständigkeitserklärung

Die schriftliche Versicherung am Ende einer Haus-, Bachelor- oder Masterarbeit, die Arbeit selbstständig und nur mit den angegebenen Quellen und Hilfsmitteln verfasst zu haben. Sie wird unterschrieben und ist Teil der Abgabe. Wortlaut und Pflicht zur Nennung von KI-Hilfsmitteln regelt die jeweilige Prüfungsordnung Ihrer Hochschule.

Fußnote

Eine nummerierte Anmerkung am unteren Seitenrand, die in deutschen Geisteswissenschaften oft den Quellenbeleg trägt: Autor, Kurztitel, Jahr und Seite. Die Ziffer steht hinter dem Zitat oder dem Satzzeichen. Welche Form gilt, legt das Institut oder die Zeitschrift fest. Eine Anleitung bietet der Ratgeber Fußnoten richtig setzen.

Getrennt- und Zusammenschreibung

Die Regeln, ob Wortgruppen auseinander oder in einem Wort stehen. Verbindungen aus Substantiv und Verb werden meist getrennt geschrieben („Auto fahren“), manche Konjunktionen dürfen beides („sodass“ und „so dass“). Zweifelsfälle klären Sie im Regelwerk oder Wörterbuch; die Wörterbuch-Abfrage von AdeptWrite hilft beim Nachschlagen.

Gliederung Inhaltsverzeichnis

Der hierarchische Aufbau eines Textes aus Kapiteln und Unterkapiteln, erkennbar an Nummerierung wie 1, 1.1, 1.2. Sie entsteht vor dem Schreiben als Plan und steht später als Inhaltsverzeichnis vorn. Eine tragfähige Gliederung folgt der Fragestellung: Einleitung, Hauptteil mit logisch aufeinander aufbauenden Abschnitten, Fazit.

Konnektor Bindewort

Ein Wort, das Sätze oder Satzteile logisch verbindet und die Beziehung zeigt: Grund („weil“, „deshalb“), Gegensatz („aber“, „dennoch“), Folge („sodass“) oder Bedingung („falls“). Konnektoren machen Argumentationen nachvollziehbar und verhindern, dass Sätze unverbunden nebeneinanderstehen. Eine Liste mit Beispielen bietet der Ratgeber Konnektoren im Deutschen.

Korrekturlesen Lektorat

Der letzte Arbeitsschritt, in dem ein fertiger Text auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Tippfehler geprüft wird. Davon zu unterscheiden ist das Lektorat, das Inhalt, Aufbau und Stil überarbeitet. Prüfwerkzeuge finden viele Fehler, ersetzen aber nicht das eigene Lesen, am besten nach einer Pause und laut.

Lesbarkeit Amstad-Index

Wie leicht sich ein Text lesen und verstehen lässt. Kurze Sätze, geläufige Wörter und wenige Schachtelsätze helfen. Der Amstad-Index ist die deutsche Anpassung der Flesch-Formel: Er rechnet Satzlänge und Silbenzahl in einen Wert um. Er ist eine grobe Orientierung und ersetzt nicht das Urteil von Leserinnen und Lesern.

Literaturverzeichnis Quellenverzeichnis

Die alphabetisch nach Nachnamen geordnete Liste aller Quellen am Ende einer Arbeit, mit Verfasser, Jahr, Titel und Erscheinungsangaben. Verzeichnet werden nur Werke, die Sie tatsächlich belegt haben. Manche Fächer unterscheiden Literatur- und Quellenverzeichnis; den Unterschied klärt der Ratgeber Literaturverzeichnis oder Quellenverzeichnis.

Maschinelle Übersetzung KI-Übersetzung

Die Übersetzung durch Software statt durch Menschen. Moderne Systeme liefern flüssige Texte, können aber Namen, Zahlen, Redewendungen, Fachbegriffe und das Register verfehlen. Nutzen Sie sie zum Verstehen oder für Rohfassungen, und lassen Sie Verträge, medizinische Hinweise und amtliche Schreiben von einer qualifizierten Übersetzerin oder einem Übersetzer prüfen.

Nebensatz Gliedsatz

Ein Satz, der von einem anderen abhängt und nicht allein stehen kann; er wird meist durch eine Konjunktion („weil“, „obwohl“) oder ein Relativpronomen eingeleitet, und das finite Verb steht am Ende. Der Nebensatz wird vom Hauptsatz durch Komma getrennt: „Ich bleibe zu Hause, weil es regnet.“

Nominalstil Substantivstil

Ein Schreibstil, der Handlungen in Substantive packt: „die Durchführung der Überprüfung erfolgt“ statt „wir überprüfen“. Er wirkt in Amtsdeutsch und Fachtexten sachlich, macht Sätze aber lang und abstrakt. Wer Verben statt Substantive wählt, schreibt meist verständlicher. Der Satzverbesserer von AdeptWrite glättet solche Konstruktionen.

Register Stilebene

Die Stilebene, die zu Situation und Gegenüber passt, von umgangssprachlich über neutral bis förmlich. Im Deutschen zeigt sich das an der Anrede „du“ oder „Sie“, an Wortwahl und Satzbau. Eine Bewerbung verlangt ein anderes Register als eine Chatnachricht. Das Werkzeug „Tonfall ändern“ wechselt zwischen formell, geschäftlich und locker.

ss und ß Eszett

Nach einem langen Vokal oder Doppellaut steht ß („Straße“, „heißen“), nach einem kurzen Vokal ss („Fluss“, „dass“). Seit der Reform von 1996 gilt das für „dass“ als Konjunktion. In der Schweiz und in Liechtenstein wird stets ss geschrieben. Der Großbuchstabe ẞ ist seit 2017 im Regelwerk zugelassen.

Stilmittel rhetorische Mittel

Sprachliche Mittel, mit denen ein Text eine bestimmte Wirkung erzielt, etwa Metapher, Vergleich, Alliteration, Anapher oder rhetorische Frage. In der Textanalyse im Deutschunterricht werden sie benannt, belegt und in ihrer Wirkung gedeutet. Eine Liste mit Beispielen bietet der Ratgeber Stilmittel.

These

Eine klar formulierte, begründungsbedürftige Behauptung, die ein Text im Verlauf belegt oder widerlegt. Eine gute These ist umstritten, präzise und überprüfbar, zum Beispiel „Kurzvideos verringern die Lesezeit Jugendlicher“. Sie steht meist am Ende der Einleitung und strukturiert Gliederung und Argumentation. Beispiele liefert der Ratgeber These formulieren.

Zitierstil Zitierweise

Das Regelwerk, nach dem Belege im Text und im Verzeichnis gesetzt werden. Verbreitet sind die deutsche Fußnotenzitierweise, Kurzbelege im Text nach APA 7 oder Harvard und Normen wie DIN ISO 690. Maßgeblich ist, was Ihr Lehrstuhl oder Ihre Zeitschrift vorgibt. Wichtig ist vor allem, einen Stil einheitlich durchzuhalten.

Zusammenfassung Inhaltsangabe

Die verkürzte Wiedergabe eines Textes in eigenen Worten, die nur die Kernaussagen behält und Beispiele sowie Nebengedanken weglässt. Anders als die Paraphrase ist sie deutlich kürzer als das Original. Im Deutschunterricht heißt die Textsorte Inhaltsangabe: sachlich, im Präsens, ohne wörtliche Rede. Mehr im Ratgeber Zusammenfassung schreiben.

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheiden sich Glossar und Wörterbuch?

Ein Wörterbuch wie der Duden oder das DWDS verzeichnet den gesamten Wortschatz mit Schreibung und Bedeutung. Ein Glossar erklärt nur die Begriffe eines Fachgebiets, hier des Schreibens, kürzer und mit Blick auf die Anwendung.

Darf ich die Definitionen zitieren?

Ja, mit Quellenangabe „AdeptWrite-Glossar“ und Link auf diese Seite. Für wissenschaftliche Arbeiten zitieren Sie zusätzlich die Primärquellen, auf die sich die Definitionen stützen, etwa das Amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung oder die Zitierrichtlinie Ihres Fachs.

Was tun, wenn ein Begriff fehlt?

Schlagen Sie ihn über die Kontaktseite vor. Gewünschte Begriffe werden ergänzt, sobald eine Definition geschrieben und an einer Primärquelle nach den Redaktionsrichtlinien geprüft ist; das Aktualisierungsdatum zeigt, wann die Liste zuletzt geändert wurde.