Kurze, klare Definitionen für Begriffe, die beim Schreiben von Hausarbeit, Bewerbung, E-Mail oder Webtext auftauchen – jeweils mit Link zum passenden Werkzeug oder Ratgeber.
Abstract Kurzfassung
Die Kurzfassung einer wissenschaftlichen Arbeit, meist 150 bis 250 Wörter, mit Fragestellung, Methode, wichtigsten Ergebnissen und Schlussfolgerung. Es wird nach der Fertigstellung geschrieben, kommt ohne Zitate aus und steht vor dem Haupttext. Leserinnen und Suchmaschinen entscheiden anhand des Abstracts, ob sich die Arbeit zu lesen lohnt.
Aktiv und Passiv
Im Aktiv handelt das Subjekt („Die Redaktion prüft den Text“), im Passiv erleidet es die Handlung („Der Text wird geprüft“). Das Vorgangspassiv bildet man mit „werden“ und Partizip II. Das Passiv passt, wenn der Handelnde unwichtig ist, wirkt aber in Fließtexten schnell umständlich. Mehr dazu im Ratgeber Aktiv und Passiv.
Amtliches Regelwerk Rat für deutsche Rechtschreibung
Die verbindliche Sammlung der deutschen Rechtschreibregeln samt Wörterverzeichnis, herausgegeben vom Rat für deutsche Rechtschreibung. Das Gremium besteht seit 2004 und vertritt Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein. Für Schulen und Behörden ist das Regelwerk maßgeblich; Wörterbücher wie der Duden bilden es ab und erläutern es.
Direktes Zitat wörtliches Zitat
Die unveränderte Übernahme fremder Worte, gekennzeichnet durch Anführungszeichen („…“) und einen Beleg mit Seitenzahl. Längere Zitate werden oft eingerückt. Zitieren Sie wörtlich nur, wenn der Wortlaut zählt, etwa bei einer Definition oder einem Gesetzestext; sonst ist eine belegte Paraphrase besser lesbar und zeigt eigenes Verständnis.
Duden und DWDS
Zwei Nachschlagewerke für die Schreibung: Der Duden ist das bekannteste gedruckte und digitale Rechtschreibwörterbuch. Das DWDS, das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, zeigt Bedeutungen, Häufigkeiten und Belege aus Textsammlungen. Verbindlich bleibt das Amtliche Regelwerk, an dem sich beide orientieren.
Eigenständigkeitserklärung
Die schriftliche Versicherung am Ende einer Haus-, Bachelor- oder Masterarbeit, die Arbeit selbstständig und nur mit den angegebenen Quellen und Hilfsmitteln verfasst zu haben. Sie wird unterschrieben und ist Teil der Abgabe. Wortlaut und Pflicht zur Nennung von KI-Hilfsmitteln regelt die jeweilige Prüfungsordnung Ihrer Hochschule.
Fußnote
Eine nummerierte Anmerkung am unteren Seitenrand, die in deutschen Geisteswissenschaften oft den Quellenbeleg trägt: Autor, Kurztitel, Jahr und Seite. Die Ziffer steht hinter dem Zitat oder dem Satzzeichen. Welche Form gilt, legt das Institut oder die Zeitschrift fest. Eine Anleitung bietet der Ratgeber Fußnoten richtig setzen.
Getrennt- und Zusammenschreibung
Die Regeln, ob Wortgruppen auseinander oder in einem Wort stehen. Verbindungen aus Substantiv und Verb werden meist getrennt geschrieben („Auto fahren“), manche Konjunktionen dürfen beides („sodass“ und „so dass“). Zweifelsfälle klären Sie im Regelwerk oder Wörterbuch; die Wörterbuch-Abfrage von AdeptWrite hilft beim Nachschlagen.
Gliederung Inhaltsverzeichnis
Der hierarchische Aufbau eines Textes aus Kapiteln und Unterkapiteln, erkennbar an Nummerierung wie 1, 1.1, 1.2. Sie entsteht vor dem Schreiben als Plan und steht später als Inhaltsverzeichnis vorn. Eine tragfähige Gliederung folgt der Fragestellung: Einleitung, Hauptteil mit logisch aufeinander aufbauenden Abschnitten, Fazit.
Groß- und Kleinschreibung
Im Deutschen werden Satzanfänge, Substantive und Namen großgeschrieben. Schwierig wird es bei Nominalisierungen („das Laufen“, „beim Schreiben“), Tageszeiten („heute Abend“) und Anreden („Sie“, „Ihr“). Maßgeblich ist der entsprechende Teil des Amtlichen Regelwerks. Regeln und Beispiele nennt der Ratgeber Groß- und Kleinschreibung.
Homophone gleich klingende Wörter
Wörter mit gleicher Aussprache, aber unterschiedlicher Schreibung und Bedeutung, zum Beispiel „Lied“ und „Lid“, „Seite“ und „Saite“ oder „mahlen“ und „malen“. Wer nur nach Gehör schreibt, verwechselt sie leicht. Im Zweifel schlagen Sie die Bedeutung nach. Beispiele nennt der Ratgeber Häufig verwechselte Wörter.
KI-Detektor KI-Erkennung
Ein Programm, das schätzt, ob ein Text von einer KI stammt. Die Einschätzung ist statistisch und kann danebenliegen, besonders bei kurzen, formelhaften oder übersetzten Texten. Sie ist ein Hinweis, kein Beweis, und sollte nie allein über Vorwürfe entscheiden. Warum, erklärt der Ratgeber Wie funktionieren KI-Detektoren?.
Komma Kommasetzung
Das häufigste Satzzeichen mit den meisten Zweifelsfällen. Es trennt Hauptsatz und Nebensatz, Aufzählungen und Einschübe. Nach der Reform ist das Komma vor Infinitivgruppen oft freigestellt, bleibt aber sinnvoll, wenn sonst Missverständnisse drohen, zum Beispiel bei „Wir empfehlen, ihr zu helfen“. Die wichtigsten Regeln stehen im Ratgeber Kommaregeln mit Beispielen.
Konnektor Bindewort
Ein Wort, das Sätze oder Satzteile logisch verbindet und die Beziehung zeigt: Grund („weil“, „deshalb“), Gegensatz („aber“, „dennoch“), Folge („sodass“) oder Bedingung („falls“). Konnektoren machen Argumentationen nachvollziehbar und verhindern, dass Sätze unverbunden nebeneinanderstehen. Eine Liste mit Beispielen bietet der Ratgeber Konnektoren im Deutschen.
Korrekturlesen Lektorat
Der letzte Arbeitsschritt, in dem ein fertiger Text auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Tippfehler geprüft wird. Davon zu unterscheiden ist das Lektorat, das Inhalt, Aufbau und Stil überarbeitet. Prüfwerkzeuge finden viele Fehler, ersetzen aber nicht das eigene Lesen, am besten nach einer Pause und laut.
Lesbarkeit Amstad-Index
Wie leicht sich ein Text lesen und verstehen lässt. Kurze Sätze, geläufige Wörter und wenige Schachtelsätze helfen. Der Amstad-Index ist die deutsche Anpassung der Flesch-Formel: Er rechnet Satzlänge und Silbenzahl in einen Wert um. Er ist eine grobe Orientierung und ersetzt nicht das Urteil von Leserinnen und Lesern.
Literaturverzeichnis Quellenverzeichnis
Die alphabetisch nach Nachnamen geordnete Liste aller Quellen am Ende einer Arbeit, mit Verfasser, Jahr, Titel und Erscheinungsangaben. Verzeichnet werden nur Werke, die Sie tatsächlich belegt haben. Manche Fächer unterscheiden Literatur- und Quellenverzeichnis; den Unterschied klärt der Ratgeber Literaturverzeichnis oder Quellenverzeichnis.
Maschinelle Übersetzung KI-Übersetzung
Die Übersetzung durch Software statt durch Menschen. Moderne Systeme liefern flüssige Texte, können aber Namen, Zahlen, Redewendungen, Fachbegriffe und das Register verfehlen. Nutzen Sie sie zum Verstehen oder für Rohfassungen, und lassen Sie Verträge, medizinische Hinweise und amtliche Schreiben von einer qualifizierten Übersetzerin oder einem Übersetzer prüfen.
Nebensatz Gliedsatz
Ein Satz, der von einem anderen abhängt und nicht allein stehen kann; er wird meist durch eine Konjunktion („weil“, „obwohl“) oder ein Relativpronomen eingeleitet, und das finite Verb steht am Ende. Der Nebensatz wird vom Hauptsatz durch Komma getrennt: „Ich bleibe zu Hause, weil es regnet.“
Nominalstil Substantivstil
Ein Schreibstil, der Handlungen in Substantive packt: „die Durchführung der Überprüfung erfolgt“ statt „wir überprüfen“. Er wirkt in Amtsdeutsch und Fachtexten sachlich, macht Sätze aber lang und abstrakt. Wer Verben statt Substantive wählt, schreibt meist verständlicher. Der Satzverbesserer von AdeptWrite glättet solche Konstruktionen.
Paraphrase Umschreibung
Eine Aussage mit eigenen Worten und eigenem Satzbau wiedergeben, ohne den Sinn zu verändern. Eine Paraphrase ist meist etwa so lang wie das Original. In Hausarbeiten bleibt der Beleg Pflicht: Wer ohne Quellenangabe umformuliert, plagiiert trotzdem. Mehr dazu im Ratgeber Paraphrasieren: Bedeutung und Beispiele.
Plagiat
Fremde Worte, Gedanken oder Daten als eigene auszugeben, ohne die Quelle zu nennen. Dazu zählen wörtlich übernommene Sätze ohne Anführungszeichen, nur leicht umgebaute Passagen und die unbelegte Wiederverwendung eigener Texte. Hochschulen sanktionieren das nach ihrer Prüfungsordnung. Arten und Beispiele erklärt der Ratgeber Was ist ein Plagiat?.
Rechtschreibreform
Die 1996 eingeführte und 2006 überarbeitete Neuregelung der deutschen Rechtschreibung. Sie veränderte unter anderem die Schreibung von ss und ß („dass“ statt „daß“), Fremdwörter und die Getrennt- und Zusammenschreibung. Seitdem pflegt der Rat das Regelwerk weiter. Einen Überblick bietet der Ratgeber Rechtschreibreform: Änderungen im Überblick.
Register Stilebene
Die Stilebene, die zu Situation und Gegenüber passt, von umgangssprachlich über neutral bis förmlich. Im Deutschen zeigt sich das an der Anrede „du“ oder „Sie“, an Wortwahl und Satzbau. Eine Bewerbung verlangt ein anderes Register als eine Chatnachricht. Das Werkzeug „Tonfall ändern“ wechselt zwischen formell, geschäftlich und locker.
ss und ß Eszett
Nach einem langen Vokal oder Doppellaut steht ß („Straße“, „heißen“), nach einem kurzen Vokal ss („Fluss“, „dass“). Seit der Reform von 1996 gilt das für „dass“ als Konjunktion. In der Schweiz und in Liechtenstein wird stets ss geschrieben. Der Großbuchstabe ẞ ist seit 2017 im Regelwerk zugelassen.
Stilmittel rhetorische Mittel
Sprachliche Mittel, mit denen ein Text eine bestimmte Wirkung erzielt, etwa Metapher, Vergleich, Alliteration, Anapher oder rhetorische Frage. In der Textanalyse im Deutschunterricht werden sie benannt, belegt und in ihrer Wirkung gedeutet. Eine Liste mit Beispielen bietet der Ratgeber Stilmittel.
These
Eine klar formulierte, begründungsbedürftige Behauptung, die ein Text im Verlauf belegt oder widerlegt. Eine gute These ist umstritten, präzise und überprüfbar, zum Beispiel „Kurzvideos verringern die Lesezeit Jugendlicher“. Sie steht meist am Ende der Einleitung und strukturiert Gliederung und Argumentation. Beispiele liefert der Ratgeber These formulieren.
Wortart Wortklasse
Die Klasse, zu der ein Wort nach seiner grammatischen Funktion gehört, etwa Substantiv, Verb, Adjektiv, Artikel, Pronomen, Präposition, Konjunktion und Adverb. Die Wortart bestimmt Beugung und Großschreibung. Dieselbe Form kann je nach Satz verschieden sein: „Das Essen“ ist ein Substantiv, „essen“ ein Verb. Eine Übersicht bietet der Ratgeber Wortarten im Deutschen.
Zitierstil Zitierweise
Das Regelwerk, nach dem Belege im Text und im Verzeichnis gesetzt werden. Verbreitet sind die deutsche Fußnotenzitierweise, Kurzbelege im Text nach APA 7 oder Harvard und Normen wie DIN ISO 690. Maßgeblich ist, was Ihr Lehrstuhl oder Ihre Zeitschrift vorgibt. Wichtig ist vor allem, einen Stil einheitlich durchzuhalten.
Zusammenfassung Inhaltsangabe
Die verkürzte Wiedergabe eines Textes in eigenen Worten, die nur die Kernaussagen behält und Beispiele sowie Nebengedanken weglässt. Anders als die Paraphrase ist sie deutlich kürzer als das Original. Im Deutschunterricht heißt die Textsorte Inhaltsangabe: sachlich, im Präsens, ohne wörtliche Rede. Mehr im Ratgeber Zusammenfassung schreiben.