Lesbarkeit prüfen (Lesbarkeitsindex)

Messen Sie, wie leicht sich Ihr deutscher Text lesen lässt – mit genannter Formel und den Zahlen dahinter.

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Ihr Text wird nie gespeichert. Die Kernfunktionen bleiben kostenlos.

Zusammenfassung

Die Lesbarkeitsprüfung von AdeptWrite bewertet deutschen Text mit dem Amstad-Index von 1978, der deutschen Anpassung der Flesch-Formel. Er rechnet 180 minus durchschnittliche Wörter pro Satz minus 58,5 mal durchschnittliche Silben pro Wort. Je höher der Wert zwischen 0 und 100, desto leichter ist der Text. Verständliche Sachtexte liegen meist zwischen 40 und 60. Der Wert ist eine Orientierung, kein Urteil über Ihren Text.

So geht’s Lesbarkeit prüfen (Lesbarkeitsindex)

  1. Fügen Sie mehrere zusammenhängende Sätze Ihres deutschen Textes ein.
  2. Klicken Sie auf die Prüfen-Schaltfläche (oder Strg/⌘ + Eingabe).
  3. Lesen Sie Amstad-Wert, Stufe, Wörter pro Satz und Silben pro Wort ab.
  4. Teilen Sie lange Sätze, ersetzen Sie Schachtelwörter und prüfen Sie erneut, um die Veränderung zu sehen.

Vorher & nachher

VORHER
Die Lesbarkeit eines Textes hängt von der Länge der Sätze ab. Kurze Sätze lesen sich leichter. Verschachtelte Konstruktionen, die zahlreiche Nebensätze enthalten und durch Einschübe unterbrochen werden, erschweren das Verständnis erheblich.
NACHHER
Amstad-Wert: 45,1 Stufe: Schwer (Klassenstufe: Studium) Wörter pro Satz: 10,3 Silben pro Wort: 2,13 Lange Wörter (> 6 Buchstaben): 38,7 %

Hinweis: Der Text hat 31 Wörter in 3 Sätzen. Der lange dritte Satz und die vielen mehrsilbigen Wörter drücken den Wert. Besteht der Text nur aus kurzen Sätzen wie „Kurze Sätze lesen sich leichter. Sie helfen dem Leser. Das spart Zeit.“, steigt der Wert auf 88,3 (Stufe: Leicht).

Funktionen & Modi

  • Die deutsche Flesch-Formel — Für Deutsch rechnet das Tool mit dem Amstad-Index (Amstad, 1978) und nennt die Formel im Ergebnis. Es gibt keine unbenannte Zahl.
  • Stufentabelle — Eine Tabelle zeigt die sieben Stufen von „Sehr leicht“ bis „Sehr schwer“ und hebt die Stufe Ihres Textes hervor.
  • Die Zahlen hinter dem Wert — Durchschnittliche Wörter pro Satz, Silben pro Wort, Anteil langer Wörter sowie Wort- und Satzzahl zeigen, woran Sie arbeiten können.
  • Ehrlich über Grenzen — Silben werden per Regel (Vokalgruppen) geschätzt, einzelne Wörter können falsch gezählt werden. Auf der Seite steht, dass die Formel Inhalt und Aufbau nicht versteht.
  • Lokal und kostenlos — Die Berechnung läuft in Ihrem Browser. Ihr Text wird nicht hochgeladen, ein Konto brauchen Sie nicht.

Gemacht für

Hausarbeit und Abschlussarbeit
Erkennen Sie Absätze, in denen sich Nominalstil und Schachtelsätze häufen, und überarbeiten Sie sie, ohne Fachbegriffe zu opfern.
Webtexte, Blog und Newsletter
Prüfen Sie, ob Produktseite oder Artikel für ein breites Publikum zugänglich sind.
Behörden-, Versicherungs- und Vereinsinformationen
Gerade bei Schreiben an Bürgerinnen und Bürger helfen kürzere Sätze und geläufige Wörter. Der Index zeigt Kandidaten für Vereinfachung.
Unterricht und Nachhilfe
Lehrkräfte schätzen ab, ob ein Lesetext zur Klasse passt. Die Klassenstufen in der Ausgabe sind grobe Orientierungswerte.
Bewerbungen und E-Mails im Beruf
Lange Sätze im Anschreiben wirken schnell steif. Der Test zeigt, wo sich ein Satz teilen lässt.

Was ist ein guter Lesbarkeitswert?

Beim Amstad-Index gilt: Je höher der Wert, desto leichter lässt sich der Text lesen. Als grobe Orientierung gelten laut Ausgabe des Tools Werte zwischen 40 und 60 für verständliche Sachtexte. Ab 70 wird es ziemlich leicht, unter 30 sehr schwer. Fachtexte aus Recht, Medizin oder Wissenschaft liegen oft darunter, und das ist in Ordnung, wenn die Leserinnen und Leser Fachleute sind.

So funktioniert der Amstad-Index

Toni Amstad hat 1978 die Flesch-Formel an das Deutsche angepasst. Der Index nutzt zwei Messwerte: die durchschnittliche Zahl der Wörter pro Satz und die durchschnittliche Zahl der Silben pro Wort. Die Formel lautet: 180 minus Wörter pro Satz minus 58,5 mal Silben pro Wort. Kürzere Sätze und kürzere Wörter erhöhen den Wert.

Amstad-WertStufe
90 bis 100Sehr leicht
80 bis 90Leicht
70 bis 80Ziemlich leicht
60 bis 70Mittel
50 bis 60Ziemlich schwer
30 bis 50Schwer
0 bis 30Sehr schwer

Was der Wert über deutsche Texte nicht sagt

Deutsch bildet lange Komposita wie „Rechtsschutzversicherungsgesellschaft“. Solche Wörter haben viele Silben und senken den Wert, auch wenn sie dem Fachpublikum geläufig sind. Umgekehrt kann ein kurzer Satz unklar sein. Die Formel versteht weder Aufbau noch Argumentation noch das Vorwissen der Leser. Die Silben zählt das Tool per Regel über Vokalgruppen, einzelne Wörter, etwa Fremdwörter, werden daher mitunter falsch gezählt. Andere Verfahren wie die Wiener Sachtextformel bietet das Tool nicht an.

So verbessern Sie die Lesbarkeit

  1. Teilen Sie Sätze, die mehr als etwa 20 Wörter haben, an einem Komma oder einer Konjunktion.
  2. Lösen Sie Nominalstil auf: „Die Durchführung der Prüfung erfolgt“ wird zu „Wir prüfen“.
  3. Bevorzugen Sie Verben statt Substantivketten und das Aktiv statt des Passivs.
  4. Ersetzen Sie Fremdwörter, wenn ein geläufiges deutsches Wort dasselbe sagt.
  5. Gliedern Sie mit Zwischenüberschriften, Listen und kurzen Absätzen.

Fehler in Satzbau und Zeichensetzung finden Sie mit der Grammatikprüfung. Steife Sätze glättet die Funktion Sätze verbessern, zu knappe oder zu lange Passagen passen Sie mit Text kürzen und erweitern an. Wie lange Ihre Leser brauchen, zeigt der Lesezeit-Rechner.

Häufig gestellte Fragen

Welche Formel nutzt die Lesbarkeitsprüfung für Deutsch?

Für deutschen Text rechnet sie mit dem Amstad-Index von 1978, der deutschen Anpassung der Flesch-Formel. Die Formel steht im Ergebnis, damit Sie wissen, was der Wert bedeutet. Die angezeigte Klassenstufe ist keine zweite Formel, sondern wird aus der Stufe abgeleitet.

Was ist ein guter Wert beim Amstad-Index?

Je höher der Wert, desto leichter der Text. Verständliche Sachtexte liegen laut Hinweis im Tool meist zwischen 40 und 60. Das richtige Ziel hängt von Ihren Lesern ab: Ein Fachaufsatz darf niedriger liegen, ein Merkblatt für die Öffentlichkeit sollte höher liegen.

Wie wird die Silbenzahl ermittelt?

Das Tool schätzt die Silben per Regel über Gruppen von Vokalen. Das ist schnell, aber nicht perfekt: Fremdwörter, Eigennamen und Abkürzungen können falsch gezählt werden. Der Fehler wirkt sich meist nur leicht auf den Gesamtwert aus.

Ist ein höherer Wert immer besser?

Nein. Ein sehr hoher Wert kann auf abgehackte Sätze oder zu einfache Sprache hindeuten, die zu einer Seminararbeit nicht passt. Wählen Sie den Wert passend zu Zielgruppe und Zweck und nutzen Sie ihn als einen Hinweis neben Ihrem eigenen Urteil.

Taugt der Index für andere Sprachen?

Das Tool wählt die Formel je nach Textsprache und nennt sie im Ergebnis. Für Sprachen ohne eigene Formel nutzt es LIX, das nur Satzlänge und Anteil langer Wörter misst. Für diese Seite ist Deutsch gedacht, wo der Amstad-Index gilt.

Wird mein Text hochgeladen?

Nein. Die Auswertung läuft lokal in Ihrem Browser. Ihr Text verlässt das Gerät nicht, es gibt keine Anmeldung und kein Tageslimit für diese Prüfung. Das macht sie auch für vertrauliche Entwürfe geeignet.

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